Grün-weiß Arminia

Enttäuschendes Wochenende für die 1. Herren

Enttäuschendes Wochenende für die 1. Herren

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein „besch*ssenes“ Wochenende für die 1. Herren des SV Arminia Vechelde – dazu am Rande eine Anekdote abseits des Sportlichen:

Samstagnachmittag, 14:30 Uhr – obligatorischer Aufbau der Arminia-Arena vor dem Heimspiel gegen den VfL Oker. Um den zahlreichen Zuschauern im „Ally Pally der Landesliga Braunschweig“ Sitzmöglichkeiten zu geben, holen wir immer aus der benachbarten Garage Stühle. So weit so gut, nicht weiter erwähnenswert. Der Weg zwischen Halle und Garage beträgt knapp fünf Meter, führt aber über einen kleinen Grünstreifen. Fokussiert ging der Schreiber dieses Berichtes eben jenen Weg und stand auf einmal in einem Hundesch*ss olympischen Ausmaßes.  Das merkte man aber erst, als er wieder in der Halle war….. die Häme der Mannschaftskollegen währte aber nicht lange, als sein kongenialer Doppelpartner selbiges Schicksal ereilte. Also mussten die Hallenschuhe mit der weißen Sohle erst einmal aufwändig gereinigt werden. Schönen Gruß an den Hundebesitzer an dieser Stelle! Eines ist Fakt: Ein kleiner Dackel war hier nicht am Werke....

Jetzt aber zum Sportlichen. Sollte man meinen, dass so ein „Fehltritt“ Glück bringt, so stellt man fest, dass das wahrlich nur ein Mythos ist. Wie bereits im Vorbericht erwähnt, weilt Mirko Quoll noch in Australien, dafür sprang Klaus Schwickerath ein. Oker ging in nomineller Aufstellung an die Platte, lediglich Markus Findling war nicht dabei, dafür spielte Markus Krause.

 

Die Doppel gingen wie erhofft mit 2:1 an uns und danach gelang Klaus Kotke das Kunststück, das sonst nicht vielen Spielern gelingen wird – er besiegte den punkte- und bilanzmäßig besten Spieler der Liga Pascal Hoffmann zum zweiten Mal! Pascal spielte sicher nicht sein bestes Tischtennis, trotzdem war Klaus wieder einmal glänzend aufgelegt und gewann hochverdient. Währenddessen scheiterte Josef Rempe auch im fünften Anlauf gegen Velitchka Wais und erwies sich als Gentleman…. Zwischenstand: 3:2

 

Pascal Preis konnte in einem engen Schlagabtausch und einem 3:2 Erfolg über Körner auf 4:2 ausbauen, dann geschah etwas, was einen kleinen Bruch ins Spiel brachte. Beim Spielstand von 1:1 im 1. Satz verletzte sich Jan Fichtner im Spiel gegen Youngster Tristan Nowak. Trotz zahlreicher „Wiederbelegungsversuche“ und Erste-Hilfe-Maßnahmen durch die ehrenamtlichen Ärzte in der Halle gab Fichte zwar nicht auf, war aber eigentlich nur Statist im Spiel. Aus dem Stand und ohne großen Bewegungsradius war überhaupt nichts zu holen. 4:3. Christian Havekost und Klaus Schwickerath waren dann ihrer Favoritenrolle gegen Krause und Gröger gerecht und gewannen jeweils deutlich mit 3:0, sodass wir mit einer 6:3 Führung im Rücken in die zweite Einzelrunde starteten. Hier gingen aber drei Fünfsatzspiele in Folge an die Gäste aus Goslar. Am ehesten Siegchancen hatte noch Klaus Kotke gegen Velitchka Wais, der Matchbälle ausließ. Josef Rempe spielte ein klasse Spiel gegen Pascal Hoffmann, der letztlich aber zu sicher war und daher gewinnen konnte. Pascal Preis dreht bei 1:2 Satzrückstand noch ein 0:7 Rückstand, kämpfte sich in den fünften Satz, drehte auch dort einen 5:10 Rückstand in ein 10:10, verlor aber letztlich hochverdient gegen den 14-jährigen Tristan Nowak. Zwischenstand 6:6.

 

Jan Fichtner versuchte, was körperlich möglich war, war aber zu eingeschränkt, um Jannis Körner gefährlich zu werden – erster Rückstand im Spiel und das bei 6:7. Unser unteres Paarkreuz war aber glänzend aufgelegt, holte zwei wichtige Punkte und drehte das Spiel wieder zu unseren Gunsten – 8:7. Die beiden „Stinktiere des Tages“ mussten dann im Abschlussdoppel gegen Pascal Hoffmann/Tristan Nowak ran. Das Spiel ging verdientermaßen mit 3:1 an die Gäste aus Oker, weil sie insgesamt mutiger waren als die Arminen. So trennten wir uns letztlich verdient mit 8:8 mit dem Vorjahresmeister. Schade -  mit einem fitten Jan Fichtner wäre vielleicht auch etwas mehr drin gewesen, aber wir konnten doch halbwegs zufrieden sein mit dem Punkt. Zufrieden aber nur dann, wenn man die vermeintliche Pflichtaufgabe bei Aufsteiger RSV Braunschweig meisterte. Am Samstag erhielten wir noch die Insiderinformation, dass die Löwenstädter mit einer vermeintlichen „Rumpftruppe“ an den Start gehen wird. Das entpuppte sich als klassische „Fake News“. Bei RSV Braunschweig fehlte nur Frank Scholz, der durch den starken Ersatzmann Lück ersetzt worden ist. Auch sonst waren die Braunschweiger im Vergleich zum Hinspiel nicht wiederzuerkennen. Die Umstellung in der Aufstellung machte sie mindestens eine klasse besser. In Anbetracht der beiden Aufstellungen war uns klar, dass wir nicht als Favorit ins Spiel gingen.

 

Wir reisten mit 7 Spielern an, Jan Fichtner versuchte es im Einspielen, doch mitwirken zu können, die Schmerzen waren aber zu groß, sodass Luca Anders sein Pflichtspieldebüt für die 1. gab. Klaus Schwickerath ersetzte wie am Vortag Mirko Quoll. In den Doppeln lagen wir bereits mit 2:1 hinten, oben konnte sich lediglich Josef Rempe gegen Ralph Woll durchsetzen und wiederholte seinen Hinrundenerfolg. Christian Havekost musste in die Mitte aufrutschen und musste Fabian Bretschneider zum Sieg gratulieren, ehe es uns gelang, drei Siege in Folge einzufahren, was in diesem Spiel die erste Führung für uns bedeutete. 5:4! Dann blieb die weitere Punkteausbeute aber mau. In sechs folgenden Spielen wurde lediglich nur ein Spiel gewonnen – zu wenig, um ein Punkt zu holen. So erreichten wir noch nicht einmal das Minimalziel von einem Punkt. Der Sieg ging aber völlig in Ordnung und war hochverdient! In der Aufstellung und mit der Leistung werden aber auch andere Mannschaften in Braunschweig ihre Punkte noch liegen lassen. Im Abstiegskampf ist mit RSV auf jeden Fall zu rechnen.

 

Durch unseren schwachen Rückrundenstart wird es in der Tabelle jetzt immer enger. Mit 20:8 Punkten sind wir nur noch einen Punkt vor dem VfL Oker. Auch die SG Rhume ist mit 15:9 in Schlagdistanz, hat aber bisher noch nicht ins Spielgeschehen eingegriffen.

 

Es zeigt sich: Diese Liga ist unberechenbar. Während wir das Hinspiel in Vechelde sicher mit 9:2 gewinnen konnten, geht das Rückspiel 6:9 aus unserer Sicht aus. Jedes Spiel muss gespielt werden, alles beginnt bei 0:0 (2 € in die Mannschaftskasse J) und man muss hoffen, halbwegs verletzungsfrei und gesund zu bleiben, Sonst kommen solche Ergebnisse zu Stande! Riesen Dank an Klaus und Luca für ihren Einsatz, an euch hat es nicht gelegen, ihr habt super gespielt. Danke auch an die rund 70 Zuschauer am Samstag in Vechelde und an die Schlachtenbummler am Sonntag in Braunschweig.

Wir rundeten das insgesamt enttäuschende Wochenende in einem türkischen Lokal in Braunschweig ab – ein versöhnlicher Abschluss!

 

Wir werden weiter alles geben und schon am nächsten Wochenende wieder ins Geschehen eingreifen. Am Samstag um 17 Uhr wollten wir die Heimspielniederlage gegen TTV Geismar wettmachen. Sonntag um 11 Uhr empfangen wir den SV Sandkamp.